Theater: Mr. Pilks Irrenhaus


„Zu allererst muss gesagt werden, dass Henry Pilk ein Wahnsinniger ist. Ein Geschichtenerzähler von grossem Format. Ein leidenschaftlicher irischer Patriot, trotz kanadischer Herkunft. Und er schreibt bis er nicht mehr kann. Er schreibt auf Zigarettenschachteln, Servietten, Streichholzbriefchen, Wände, überall hin….“

So leitet das enfant terrible des britischen Theaters, Ken Campbell, seine Vorbemerkungen zum Stück ein. Er hinterlässt mit «Mr. Pilks Irrenhaus» eine Sammlung absurd-komischer, aberwitziger und anarchistischer Szenen. In 17 Dramoletten geht die Kunstfigur Henry Pilk dieser und anderen Fragen des menschlichen Lebens nach. Liebhaber des schwarzen englischen Humors dürften ihre helle Freude haben.

Minidramen werden mit viel britischem Humor gewürzt
Das Kanti-Theater St. Klemens widmet sich in der neuen Produktion dem fröhlichen Irrsinn. Das kommt gut an.
Was, wenn im Restaurant die Suppe mit der Socke des Kellners serviert wird? Ab wann ist der Tisch kein Tisch mehr, wenn man seine Beine kürzt? Und ist eine zugenähte Unterhose eine Handtasche? Diese und andere skurrile Fragen wirft Schriftsteller Ken Campbell in «Mr. Pilks Irrenhaus» auf und bindet einen bunten Strauss voller Absurditäten. Das Theaterstück ist eine Serie von Minidramen, in denen die Personen ihren Alltag zu leben versuchen, wie er geplant war, bis ihnen das Leben plötzlich einen – mitunter sehr schrägen – Streich spielt.

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Artikel aus der Luzernerzeitung vom 1.6.2022