Schwerpunktfächer

 

Gemäss eidgenössischer Maturaanerkennungsverordnung (MAV) wählen die Schüler und Schülerinnen des Kurzzeitgymnasiums ein Schwerpunktfach. Das Schwerpunktfach wird ab dem 2. Gymnasialjahr unterrichtet. Das Gymnasium St. Klemens bietet folgende drei Schwerpunktfächer an:

  • Psychologie/Pädagogik/Philosophie
  • Biologie und Chemie
  • Wirtschaft und Recht

SF Psychologie/Pädagogik/Philosophie
Das Schwerpunktfach PPP bereitet die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten auf Studien im geistes- und sozialwissenschaftlichen Bereich vor, insbesondere Philosophie, Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Religionswissenschaft, Geschichte und Theologie.
Im Unterricht lernen die Studierende eigene und fremde Erfahrungen und Ansichten im Licht philosophischer, pädagogischer und psychologischer Gesichtspunkte artikulieren, darstellen, analysieren und beurteilen. Sie verstehen, inwieweit Wissen, Werte und Normen von Gemeinschaft und Kultur abhängen und sich gegenseitig beeinflussen. Das Schwerpunktfach PPP unterscheidet sich deshalb von dogmatischen, alltagspsychologischen und esoterischen Weisen der Auseinandersetzung.


SF Biologie und Chemie

Der Unterricht hat zum Ziel, die Natur ganzheitlich wahrzunehmen, zu beschreiben, zu deuten und naturwissenschaftlich zu erklären. Er zeigt auf, wie die Menschheit in Kreisläufe und Gleichgewichte der Natur eingebunden ist und wie er diese bewusst oder unbewusst verändert und damit die Zukunft mit beeinflusst. Die zum Schwerpunktfach Biologie und Chemie zusammengeführten Teilwissenschaften ermöglichen es, das Fachspezifische tiefer zu erfassen, aber auch die Gemeinsamkeiten der Fragestellungen und Methoden zu begreifen. Der Respekt vor der Natur soll zur Einsicht führen, dass es angesichts wachsender Probleme zum Beispiel in Landwirtschaft, Industrie, Umwelt und im Gesundheitswesen auf das Verhalten jedes Einzelnen ankommt und dass nicht alles technisch Machbare auch sinnvoll und ethisch verantwortbar ist.

SF Wirtschaft und Recht
Der Unterricht in Wirtschaft und Recht umfasst die Teilbereiche Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre und Rechtslehre. Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre haben die Knappheit, Rechtslehre die Gerechtigkeit zum Erkenntnisgegenstand.
Durch den gymnasialen Unterricht in Wirtschaftswissenschaften sollen die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass alles Wirtschaften in Knappheitssituationen erfolgt. Die Jugendlichen werden befähigt, wirtschaftliche und rechtliche Zustände und Prozesse in einem Gesellschaftssystem wahrzunehmen und sich der Wertungen bewusst zu werden, die in jeder Gesellschaftsanalyse enthalten sind.
Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, Ziele, Strukturen, Prozesse und Interdependenzen in wirtschaftlichen Systemen zu beurteilen, um dadurch die Gestaltungsmöglichkeiten wirtschaftlichen und politischen Handelns zu erkennen. Die Jugendlichen erkennen den Widerspruch zwischen individueller und kollektiver, kurz- und langfristiger Zielsetzung in der Wirtschaft. Sie gewichten sie nach fachspezifischen und ethischen Prinzipien, um so ihrer menschlichen und staatsbürgerlichen Verantwortung im Alltag zu genügen.